Terrassenpflaster planen: Unterbau, Steinauswahl & Kosten je m²
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Kurzfassung: Ein haltbares Terrassenpflaster braucht (1) ein passendes Gefälle und Entwässerung, (2) einen tragfähigen, frostsicheren Unterbau und (3) eine kluge Materialwahl mit sauberer Verlegung. In diesem Guide bekommst du alle Schritte – plus realistische Kosten je m².
Bei Naturstein Tilmes erhalten Sie außerdem Marmor, Granit, Schiefer, Sandstein und viele weitere Natursteine.
Warum Naturstein fürs Terrassenpflaster?
Naturstein ist langlebig, farbecht und wirkt hochwertig – ideal für Terrassen mit Charakter. Gegenüber Beton überzeugt er durch natürliche Farbspiele, hohe Druckfestigkeit und die Möglichkeit, regionale oder charakterstarke Gesteine (z. B. Basalt, Granit, Quarzit, Muschelkalk) einzusetzen.
Planung: Gefälle, Entwässerung, Randbegrenzung
- Gefälle: 2–2,5 % vom Haus weg einplanen (ca. 2–2,5 cm je Meter).
- Entwässerung: Punkt- oder Linienentwässerung (Rinnen) bei großen Flächen/Nischen; Kiesbett/Fugen als Sickerfläche.
- Randbegrenzung: Bordsteine oder Kantensteine verhindern das „Wandern“ der Fläche.
- Bestand prüfen: Mutterboden/Torf raus, tragfähigen Untergrund herstellen. Leitungen vorab markieren.
Der richtige Unterbau (Schichtaufbau)
- Ziel: frostsicher, wasserdurchlässig, setzungsarm. Typischer Aufbau (von unten nach oben):
- Planum: Verdichteter Untergrund (evtl. Geotextil/Trennlage).
- Tragschicht: 15–30 cm Schotter/RC-Material (0/32 mm); lagenweise verdichten.
- Bettung: 3–5 cm Verlegesplitt (z. B. 2/5 mm oder 1/3 mm).
- Steine/Platten: Naturstein-Pflaster (z. B. 8–10 cm) bzw. Terrassenplatten (je nach System).
- Fugen: Edelsplitt, harzgebunden (bei Unkrautdruck) oder einkornig; auf Wasserdurchlässigkeit achten.
- Pro-Tipp: Bei sensiblen Bereichen (z. B. barrierefrei) an Einkornmörtelbett + abfließenden Aufbau denken.
Steinauswahl: Welche Gesteinsarten passen?
- Granit: sehr hart, robust, viele Grautöne, geflammt/gestockt möglich → vielseitig.
- Basalt: dunkel, elegant, hohe Dichte, ideal für starke Kontraste.
- Quarzit: robust, rutschhemmend, schöne Naturfarben (grau, beige, rost).
- Muschelkalk/Kalkstein: lebendige Optik, ideal für mediterranes Flair (auf richtige Oberflächenbearbeitung achten).
- Sandstein: warme Farbtöne, angenehme Haptik; passenden Unterbau/Imprägnierung einplanen.
Formate & Optik
- Pflasterwürfel 8×8×8 cm / 10×10×10 cm: klassisch, sehr belastbar.
- Rechteckpflaster (z. B. 10×20 cm): ruhiges Verlegebild, modern.
- Polygonal/Bruchstein: natürlich, lebhaft (mehr Zuschnitt/Anpassung).
- Platten 2–4 cm: für Terrassenbeläge (auf passende Verlegeart achten).
Verlegemuster
Reihenverband (ruhig), Läuferverband, Fischgrät (hoch wertig), Segment-/Kreisbögen (klassisch bei Würfeln).
Verlegung: Schritt für Schritt (Kurzcheck)
- Höhen & Gefälle abstecken, Schnüre spannen.
- Aushub & Tragschicht einbauen, lagenweise verdichten (Rüttelplatte).
- Randsteine in Mörtelbett setzen und ausrichten.
- Bettung abziehen (nicht begehen).
- Steine verlegen, Fugen kreuzweise halten, Maßtoleranzen ausgleichen.
- Abgefugt wird mit Edelsplitt/harzgebunden; Oberfläche reinigen.
- Abrütteln mit Plattengleiter/Matte (je nach Gestein/Oberfläche!).
- Nachsanden bzw. Fuge nachfüllen.
Kosten je m² (Richtwerte, Deutschland, Stand 2025)
Preise variieren je Steinqualität/Format, Region und Bauweise – Richtwerte helfen bei der Kalkulation.
| Position | Richtwert je m²* |
|---|---|
| Aushub & Entsorgung | 10–25 € |
| Tragschicht (Material + Einbau) | 20–40 € |
| Verlegesplitt & Randsteine | 10–25 € |
| Naturstein-Pflaster (Material) | 35–120 € |
| Verlegung (Lohn) | 35–90 € |
| Summe grob (je m²) | 110–300 € |
*Bei Plattenbelägen (statt Pflasterwürfel) ändern sich Material-/Lohnanteile; Drainmörtel/entspr. Systeme können Aufpreise bedeuten.
Beispielrechnung (30 m² Terrasse):
Je nach Stein und System realistisch 3.300–9.000 € inkl. Unterbau (ohne Extras wie Entwässerungsrinne, Treppen, Mauern).
Pflege & Langlebigkeit
- Regelmäßig kehren, Fugen nachfüllen (bei wasserdurchlässigen Fugen).
- Imprägnierung bei fleckempfindlichen Gesteinen sinnvoll.
- Entwässerung frei halten (Rinnen, Fugen).
- Reiniger: pH-neutral; keine aggressiven Säuren auf kalkgebundenen Steinen.
Häufige Fehler (und wie du sie vermeidest)
- Zu wenig Gefälle → Wasser steht → Algen/Frostschäden.
- Tragschicht zu dünn oder schlecht verdichtet → Setzungen, Kanten kippen.
- Falsches Fugenmaterial → Ausspülungen/Unkraut.
- Fehlende Randbegrenzung → Verbände „schwimmen“ auseinander.
- Abrütteln ohne Schutzmatte bei sensibler Oberfläche → Kratzer/Abplatzungen.
FAQ
Wie viel Gefälle braucht Terrassenpflaster?
2–2,5 % vom Haus weg (2–2,5 cm pro Meter).
Wie dick muss die Tragschicht sein?
Meist 15–30 cm, abhängig vom Boden und der späteren Belastung; lagenweise verdichten.
Welches Fugenmaterial ist geeignet?
Wasserdurchlässiger Edelsplitt (klassisch) oder harzgebundene Fugenmörtel für reduzierte Pflege – immer passend zum Stein wählen.
Was kostet 1 m² Naturstein-Terrassenpflaster?
Je nach Stein/Verlegeart ca. 110–300 € / m² inkl. Unterbau (Richtwert).
Nächster Schritt: Angebot & Muster
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